Tuesday, June 10, 2008

Quebrada de Humahuaca

Von Salta aus gings Richtung Norden in die Quebrada de Humahuaca - eigentlich ziemlich ähnlich wie die Quebrada de Cafayate, aber so schnell kriegt man ja von solchen Landschaften nicht genug. Zudem scheint es eine Regel zu geben, dass der Himmel über diesen Quebradas die meiste Zeit des Jahres knitschblau zu sein hat...uns wars recht.



Zuerst besuchten wir das kleine Dorf Humahuaca, wo man auf alten Pflastersteinstrassen durch enge Gassen spazieren kann.



Wir fühlten uns hier schon beinahe wie in Peru: Nicht nur dass hier die Frauen wieder mit farbigen Röcken und lustigen Hüten rumspazierten, es gab auch an jeder Ecke massenweise buntgewobene Indio-Souvenirs zu kaufen (jedoch ein ganzes Stück teurer als in Bolivien oder Peru...).



Unser Hostel in Humahuaca (Posada del Sol) wurde vom Hostelhund äusserst gewissenhaft bewacht (ausser am Mittag, wenn er normalerweise Siesta machte...).



Am nächsten Tag gings ein Kaff weiter ins ebenso pittoreske Tilcara, wo wir uns im Hostel los Molles einquartierten. Hier hätten wir locker eine Woche bleiben können, wenn uns noch etwas mehr Zeit geblieben wäre. Hängematten im Garten, eine grosse Bibliothek, ein freundlicher Besitzer...tip top!



Die Hauptattraktion von Tilcara ist die Präinkasiedlung Pucara de Tilcara, die um 1950 teilweise wieder aufgebaut wurde.



Neben vielen (mal wieder bunten) Steinmauern gibts hier vor allem viele Kakteen (die wurden ursprünglich wohl zu Abwehrzwecken gepflanzt, denn Pucara heisst soviel wie Festung...)



Neben den Ruinen gabs noch so eine Art Streichelzoo mit herzigen Lamas. Chreschi war voll begeistert (was ihn aber trotzdem nicht davon abhielt am nächsten Tag Lamasteak zum Znacht zu essen...).



Am nächsten Tag machten wir einen Ausflug nach Purmamarca zu den cierros de los siete colores (ihr könnt auf dem Bild selbst überprüfen, obs wirklich sieben Farben sind...)



Und auch in diesem Kaff gabs eine schöne weissgetünchte Kirche zu fotografieren...
Im Innern der Kirche wurde übrigens vor allem Kaktusholz verwendet (siehe Bild unten), das in dieser Gegend hier nun wirklich keine Mangelware ist (ganz im Gegensatz zu anderen Hölzern).



Und natürlich gabs auch in Purmamarca wieder haufenweise Artesanias zu kaufen. Da beim Kauf von Artesanias tendentiell eher ich zum Zug komme (Schmuck, Täschli, Grümschelizüüg), war es nichts als Recht, das diesmal Chreschi mit Shoppen an der Reihe war.



Und so gabs es neben einem feschen Filzhut (den er in Peru bereits vergebens gesucht hatte...) gleich noch ein kleines Messer (da er sein Sackmesser irgendwo verlegt hat - wohlgemerkt nicht verloren, nur noch nicht so intensiv danach gesucht...) und ein Schnupfdöschen (momentan jedoch noch ohne Schnupf drin).



Anschliessend gings wieder zurück nach Tilcara, wo wir im Hostelgärtchen den Sonnenuntergang genossen. Nach Sonnenungergang gings dann aber schnell rein ins warme Haus, denn die Nächte in der Quebrada sind äusserst kalt (mit Schlafsack und Wolldecke wars gerade etwa angenehm).

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