Tuesday, July 22, 2008

Auf dem Weg Richtung Idaho machten wir noch Halt in Terrebonne, OR um Freunde zu besuchen, die wir in Patagonien kennengelernt hatten. Mike & Carolyn trafen wir zum ersten mal in Candelario Mancilla, einem winzigen Grenzposten am Lago O'Higgins, nachdem wir zu Fuss die argentinisch-chilenische Grenze überquert hatten und dann später wieder in Futaleufu und El Bolson. Ihre Einladung konnten wir natuerlich nicht ausschlagen, da Oregon ja plusminus eh auf unserer Reiseroute lag und Mike schon in Patagonien vom Sommerskifahren auf den Vulkanen der Cascade Range geschwärmt hatte..

Also schnallten wir uns bei (endlich!) sehr sommerlichen Temperaturen die Skier unter die Füsse und nahmen Mt. Bachelor in Angriff.



Eigentlich war geplant South Sister zu erklimmen (höher, wilder, steiler) aber da Carolyn nicht mitkommen konnte, änderten wir unseren Plan. Mt. Bachelor ist im Winter ein Skigebiet, weshalb wir einfach auf einer der Pisten bis zum Gipfel (2764m) aufsteigen konnten.



Oben erwartete uns perfekter Sulz und eine traumhafte Abfahrt. Beinahe konstantes Gefälle bis zum Schluss und schön breite Haenge, einfach genial. Links ist übrigens Mike auf seinen Telis und rechts bibi zu sehen.



Da wir viel zu früh schon wieder unten waren und noch den ganzen Tag vor uns hatten, halfen wir den beiden noch bei ihrem aktuellen Hausausbauprojekt: Einer Trockensteinmauer. Dank Bibis Erfahrung als Trockensteinmaurerin auf der Alp Flix kamen wir ganz schön voran.



Die Aussicht von ihrem Haus aus ist übrigens phänomenal! Direkt neben dem Smith Rock State Park (scheinbar ein ziemliches Kletter-Mekka) gelegen, mitten auf dem Land mit eigener Kuhweide (und zwei Munis die sich hier den ganzen Sommer dick und rund fressen, bis sie dann im Winter als Steaks in der Kühltrue landen) und Horshoe-Pit (Hufeisenwerfen, aber so richtig!).



Am naechsten Morgen gings dann noch frueher aus den Federn als am Tag zuvor (4:30 am), da wir jetzt mit Carolyn auf den South Sister (3159m) wollten. Leider waren die Schneeverhältnisse überhaupt nicht so perfekt wie am Tag zuvor auf dem Mt. Bachelor.. weich und sulzig wäre der Schnee ja schon gewesen, aber eben auch "suncupped", also voller Schmelzlöcher und Rillen. Da wir ja vor allem an einer schönen Abfahrt interessiert waren, entschieden wir uns die Tour auf halbem Weg abzublasen. Eine gute Entscheidung wie sich herausstellte, scheinbar waren die Schneeverhältnisse weiter oben wirklich sehr miserabel.

Den Rest des Tages verbrachten wir dann noch mit Kaffetrinken und Weindegustieren in Bend, einem Städtchen ganz in der Nähe.



Von Wasser in seiner gefrorenen Form hatten wir fürs erste mal genug, also gabs als nächstes Wasser in flüssiger Form. Raften auf dem Deschutes River war angesagt. Wir mieteten uns ein Boot und wagten uns in die verschiedenen Rapids.. trocken blieb dabei niemand.



Die Abenteurferien bei Mike & Carolyn waren also doch ziemlich anstrengend, weshalb wir uns dann noch einen Ruhetag gönnten, ein lokales Bierfest in der Nähe besuchten und noch ein wenig an der Trockensteinmauer weiterbauten (obwohl das dann doch wieder ziemlich anstrengende Arbeit ist..).



Zum Abschluss unserer Skisaison gings dann am nächsten Tag nochmals auf den Mt. Bachelor, weil der Schnee da oben so gut war... Tja und dann war es für uns wieder mal Zeit weiterzuziehen Richtung Sun Valley, Idaho. Insgeheim freuten wir uns auch wieder auf unser faules Car-Camping-Leben nach dieser doch relativ intensiven Woche...

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