Das Beste am Hostel war aber nicht die zentrale Lage, sondern ein Fernseher auf dem man die EM mitverfolgen konnte! Meistens versammelte sich das halbe Hostel nachmittags um 3, um Fussball zu schauen. Unglaublich was sich da abspielte...Holland-Italien 3:0...da freuten sich die 2 Holländerinnen im Hostel natürlich sehr.
Anschliessend gabs dann aber doch noch eine kleine Stadttour, um wenigstens einige der vielen Kirchen in Cordoba abzuklappern.
z.B. diese Jesuitenkirche, der es etwas besser ergangen ist als den Ruinen in San Ignacio.
Oder dieses neugotische Prunkwerk. Ich glaube der fehlende Turm soll die Unvollkommenheit des Menschen symbolisieren (oder vielleicht ging ihnen auch einfach das Baumaterial aus...)
Auf dem Weg von einer Kirche zur anderen, kamen wir unter anderem an einem Coiffeurgeschäft vorbei. Da für Chreschi sowieso mal ein Haarschnitt angesagt war, steuerten wir kurzentschlossen hinein...et voilà, 20 Minuten später kam Chreschi mit dieser argentinischen Tschüttelerfrisur (und ohne Koteletten) wieder raus...etwas gewöhnungsbedürftig, aber gar nicht so schlecht!
Am 10. Juni war Ruhetag in Cordoba angesagt d.h. endlich mal wieder Wäsche waschen, EM schauen, noch mehr Kirchen (und Gruften) besuchen und am Abend gemütliches Picada essen auf der Dachterrasse des Hostels.
Später am Abend gabs noch einen Empanadakurs im Hostel. Nun ich muss sagen, ich hab mir das Ganze etwas einfacher vorgestellt...wenn man den Profis zuschaut sieht das wie ein Kinderspiel aus, aber wenn man es selbst macht, reisst der Teig oder man hat zuviel Füllung oder zuviel Flüssigkeit...
...na ja, das Endresultat (vor dem Backen) sah dann doch einigermassen akzeptabel aus. Und fein waren sie sowieso, ob schön oder nicht.
Am nächsten Tag verliessen wir den Stadttrubel von Cordoba und machten einen Ausflug nach Alta Gracia.
In Alta Gracia gibts neben noch mehr Jesuitenkirchen (die waren wirklich fleissige Bauherren), auch ein kleines Che Guevara Museum, da der grosse Revoluzzer einen Teil seiner Kindheit hier verbracht hat. Da gibts neben unzähligen Fotos auch das Velo zu sehen, mit dem er eine Weile durch Argentinien geradelt ist und sogar eine Nachbildung der berühmten "la Ponderosa", auf dem er und sein Freund Alberto Granado durch Südamerika getuckert sind. Ja und das Beste ist, selbst Fidel und Evo haben dieses kleine Museum schon besucht. Ganz Alta Gracia war wohl während dieses hohen Besuchs völlig aus dem Häuschen!
Und eben, noch mehr Jesuitenbauten - in diesem Fall hier sehr gut erhalten und zu Recht zur World Heritage Site ernannt worden.
Am Abend sogar mit Beleuchtung...momoll!
Am nächsten Tag gings dann wieder zurück nach Cordoba, wo wir noch etwas mehr in der Stadt rumspazierten und per Zufall ins Museum für moderne Kunst reinstolperten. Die Kunst war ganz ok, aber das Gebäude selbst faszinierte uns definitiv mehr. Neben struben Korridoren...
...gabs da auch eine Wendeltreppe, die mit schwarzem Kuhfell bezogen war...sehr speziell und sehr artsy fartsy, aber uns gefiels.
Yep, und das wars dann auch schon von Cordoba...nächster Halt Buenos Aires und übernächster Halt Seattle!

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