Am nächsten Morgen gabs dann gleich eine Gratis-Weingut-Besichtigung vom Hostel. Cafayate ist in Argentinien übrigens bekannt für seinen Weisswein, besonders den Torrontes, wieder so eine Sorte von der man bei uns noch nie gehört hat.
Vor allem die Besichtigung der ersten Bodega war sehr interessant, neben vielen Schäferhunden gabs da auch wirklich guten Wein, weshalb wir uns dann auch noch eine Flasche Spätlese gönnten. Die zweite Bodega produzierte eher 5-Peso-die-Flasche-Wein, was man dann auch bei der Degustation merkte..
Am Nachmittag hängten wir gleich noch eine Tour an, anstelle von Reben und Eichenfässern gab es diesmal strube Felsformationen in allen Farben.
Mit einem guten Dutzend anderen Leuten aus dem Hostel spazierten (bzw. wateten..) wir von einer Natur-Sehenswürdigkeit zur anderen.
Die Hauptattraktion war wohl diese riesige Torte aus Sedimentablagerungen.
Weiter hinten im Tal, gab es grosse Felsschluchten, die vom Wasser in das Gestein gefressen wurden. Bei einer davon ist die Akkustik so gut, dass ganze Bussladungen von Ömis herangefahren werden um einem Gittarristen beim Klimpern zuzuhören. Eine andere Felsschlucht hat ein 40m tiefes Loch zu bieten und wird drum als Garganta del Diablo bezeichnet, also als Gurgeli des Teufels..
Am Abend waren wir dann doch ziemlich müde von der ganzen Herumfahrerei und freuten uns auf ein feines selbstgekochtes Curry mit Dessertwein als Dessert...
Am nächsten Morgen zeigte sich Cafayate wieder von seiner schönsten Seite, weshalb wir uns zwei Velos mieteten um den versteckten Wasserfall des Rio Colorado zu finden. Nach einer Stunden Schotter-Holper-Strasse gings dann mit den Velos nicht mehr weiter und wir machten uns zu Fuss auf, das enge, steile, kakteiige aber supper schöne Tal zu erkunden.
Bis zum Wasserfall schafften wir es dann zwar nicht mehr, aber der Ausflug hat sich nur schon wegen des sehr friedlichen Tälchens gelohnt. Beim Rückweg schauten wir noch bei einer weiteren Bodega vorbei (Etchart) und kamen in den Genuss einer sehr ausführlichen Führung mit einer noch ausführlicheren Degustation..
Zurück in Cafayate testeten wir noch eine weitere Spezialität: das Weinglacè. Das gibts in zwei verschiedenen Sorten, Torrontes (also weiss) und Cabarnet-Sauvignon. Wobei Weisswein also einiges besser schmeckt..
An diesem Abend organisierte unser Hostel noch eine Parrillada (grosse Grillerei), bei der so ziemlich alle Gäste des Hostels mitassen. Aus irgendeinem komischen Grund waren die Meisten Franzosen, Belgier, Romands oder sonstige Frankophone, was zu einer ziemlichen Sprachenverwirrung führte (wenigstens bei einigen von uns).
Nach wohlverdientem Ausschlafen gings am nächsten Tag nochmals durch die Quebrada de Cafayate nach Salta. In Salta erwartete uns schon der nächste Klimaschock, nachdem wir in Cafayate noch mit Tischi und FlipFlops unterwegs waren, war es in Salta bitterkalt. Also wieder höchste Zeit in wärmere Gegenden aufzubrechen.

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