Tuesday, June 3, 2008

Tafi del Valle

Tucuman ist vor allem gross und lärmig, weshalb wir nach einer Nacht schon beschlossen wieder aufs Land zu fliehen. In unserem Guidebook stand zwar, dass Tucuman "on the brink of urban greatness" steht, unserer Meinung nach eher am Rand des urbanen Kollaps.. Na ja, es gab dann aber auch einige schöne Ecken (oder Plätze, besser gesagt).



Irgendwie typisch für Tucuman, ist die völlig fehlende Stadtplanung. so gibt es zum Beispiel viele sehr hässliche 60er-Jahre-Beton-Blocks neben alten schön restaurierten Palästen und Häusern im Kolonialstil.



Am nächsten Tag gings deshalb weiter nach Tafi del Valle, einem kleinen Nest in den Bergen. Im Sommer fliehen alle Tucumeños vor der Sommerhitze nach Tafi, aber in der Nebensaison wars angenehm ruhig. Nur schon die Busfahrt nach Tafi war ein Erlebnis, zuerst fuhren wir an Zuckerrohrplantagen vorbei, dann gings durch eine Art suptropischen Regenwald mit beinahe endlosen Kurven auf ein karges Hochtal.





Uns gefiel es hier natürlich gleich auf Anhieb. Berge, See, blauer Himmel, alpine Vegetation - perfekt. In Tafi selber gibts vor allem unzählige Souvenirshops und Artesanias (Kunsthandwerkskrempel), aber auch noch einige schöne Strassen mit weissgetünchten Häusern.



Am nächsten Tag wollten wir eigentlich mal wieder unsere Wanderschuhe benutzen und die umliegenden Berge erkunden, aber das Wetter machte uns da einen dicken Strich durch die Rechnung..



Kalt, grau, neblig, Nieselregen. Unsere Wanderung kürzten wir deshalb zu einem längeren Spaziergang und verbrachten den Rest des Tages in einem Kafi (in Tafi)..



Am nächsten Tag zeigte sich das Wetter in Tafi wieder von seiner schönsten Seite, gerade rechtzeitig für den 25 de mayo, einer von Argentiniens Nationalfeiertagen. Eigentlich erklärte sich ja nur Buenos Aires am 25 Mai 1806 für unabhängig, ganz Argentinien folgte dann einige Jahre später (am 9. juli), aber den Argentiniern ist jede Gelegenheit recht ihren Nationalstolz zu pflegen (viva la patria!). In Tafi gabs deshalb ein kleines Dorffest mit vielen Reden, Musik, Empanadas und einem Umritt von einigen herausgeputzten Gauchos.



Am Nachmittag fuhr dann auch schon unser Bus nach Cafayate, vorbei an vielen Kakteen, kleinen Dörfern und (in der Nähe von Cafayate) ersten Weinbergen.

1 comment:

Anonymous said...

ech wot ou weder!!!

gneiseds no

bär