Tuesday, July 22, 2008

Sun Valley im Sommer

Nach all dem schönen Wetter in Oregon, konnte es ja nicht ewig so weitergehen...
und prompt brauten sich auf dem Weg nach Sun Valley die ersten Gewitterwolken zusammen.



Aber optimistisch wie wir sind, kauften wir trotzdem mal alle nötigen Zutaten zum Grillen...so ein Gewitter ist ja schliesslich schnell wieder vorüber.


Oder auch nicht! Na wenigstens hats nicht so viele Mücken, wenns regnet.


Als wir am nächsten Tag in Sun Valley eintrudelten, zeigte sich das Wetter zum Glück wieder von seiner besseren Seite. Und so blieb es dann auch während unseres Aufenthalts...sonnig und heiss!


Wir nutzten das schöne Wetter gleich aus, indem wir eine kleine Biketour in der Umgebung machten. 


Durch Wiesen voller Lupinien und anderem Geblühme...


...pedalten bzw. schoben wir uns auf den Griffin Butte.


Yep, und dann war auch schon 4. Juli - Zeit um alle amerikanischen Clichés zu bestätigen und stars and stripes zu zelebrieren...


Als Auftakt zum Nationalfeiertag gabs in Hailey ein shoot out (Schauschiessen). Die Klamotten sahen eigentlich sehr vielversprechend aus, aber das Spektakel selbst war dann doch eher enttäuschend. Statt Schützen, die von Dächern runterfallen, gabs nur ein improvisiertes Kasperlitheater...das hätten wir mit Chäpslipistolen also auch gekonnt. Aber vielleicht würde ja die Parade besser werden...


hmmm, oder doch nicht? Auf alle Fälle wieder sehr amerikanisch. Hier sieht man gerade die derzeitige Rodeo queen vorbeireiten. Ansonsten gabs noch viel Werbung für lokale Geschäfte und hin und wieder mal eine etwas originellere performance einer NGO (unten z.B. des animal shelters)



Nächstes Mal können wir also ebensogut ans Sechseläuten oder an den Morgenstreich!

Als Nächstes stand Rodeo auf dem Programm (wieder echt amerikanisch und vor allem idahoanisch!). Dafür wollten wir uns aber noch mit ein paar Bierchen wapnen, da ja bei so einem Rodeo anscheinend recht viel Staub aufgewirbelt wird. Leider kam es dann an der Kasse des Supermarkts zu unerwarteten Komplikationen...
ich zeigte wie immer meine schweizer ID, welche die Kasseuse skeptisch betrachtete und mich daraufhin fragte "Don't you have an american ID?"....hmmmmm! Noooo, because I'm Swiss!!! oké, die Kasseuse war anscheinend nicht die Hellste, also zückte ich als nächstes meinen Pass, worauf sie meinte "Sorry, but I don't think I can accept that...I don't want to get a fine"....what?? Für die amerikanische Einreisebehörde ist mein Pass gut genug, aber für die Kasseuse nicht...das ist ja der Gipfel (und all das wegen 6 Bierli...). Also kam als nächstes die Managerin und inspizierte meinen Pass worauf dann endlich das OK kam...puuuh! Sie hielt uns zwar für Russen und anschliessend für Schweden...aber wir haben uns inzwischen daran gewöhnt, dass die amerikanischen Geographiekenntnisse nicht die besten sind.



Aber eben, eigentlich wollten wir ja zum Rodeo. Wir waren dann doch einigermassen erstaunt, als wir statt wütender Stiere und wilder Pferde, Schafe in der Arena erblickten...ach so, das war erst das Kinderrodeo!



So Schafe können also noch ziemlich bockig sein - ich hatte jedenfalls grössten Respekt vor all den mutigen Kiddies.



Die Schafe, welche das Rodeo bereits überstanden hatten, verhielten sich typisch schafig und bildeten sofort eine Herde!



Weiter gings mit bull riding, bronco riding, calf roping (Foto oben), calf wrestling und allerhand anderer Sportarten, die man hoch zu Ross und mit Cowboyhut ausüben kann. Natürlich durfte auch die Kürung der Rodeo Queen nicht fehlen, wobei ich bei all den Titeln (senior, teen, junior, pee-wee) schon bald den Überblick verlor...ich glaube, am Schluss hatte jede Teilnehmerin einen Preis. Ach ja, beinah hätte ich noch die obligate Hymne vergessen. Wir waren neben einigen Mexikanern die einzigen, die dazu nicht aufstanden. Unser Auto wurde deswegen trotzdem nicht angezündet.



Am nächsten Tag gingen wir wandern beziehungsweise waten...
...fast schon etwas zu erfrischend, dieses Schmelzwasser.



Gleicher Typ, anderer Bach und ein etwas grösserer Rucksack. Auf unserer 2-tägigen Wanderung in den Sawtooth Mountains gings gleich weiter mit den Flussquerungen. Da ich mit meinen Tevas meist etwas schneller war, hatte ich genügend Gelegenheit Chreschis Kampf mit den Fluten zu dokumentieren...



Am Abend schlugen wir unser Lager bei den Twin Lakes auf und wagten sogar noch einen Sprung ins kühle Nass...brrr!



Am nächsten Tag gings durch diese Schneelücke über den Toxaway Pass. Der Winter in diesem Teil der USA war wirklich seeehr schneereich und es wird wohl noch eine Weile dauern, bis das alles weggeschmolzen ist.



Zum Abschluss unseres Sommeraufenthaltes in Sun Valley entschieden wir uns für eine etwas weniger schnee- und bächlireiche Wanderung (Pioneer Cabin). Dafür gabs mal wieder haufenweise Blumen vor allem Lupinien.

Nachdem wir eine Woche lang bei Gab und Dick verwöhnt worden waren, hiess es von nun an wieder Therma-Rest und Zeltdach über dem Kopf. 

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